Mühseliger Weg in Richtung Ziel

Die gesamte letzte Nacht hatte es geschneit und in der Früh war die Temperatur auf leicht über Null angestiegen. Der Schnee war tief, nass und schwer. Das machte das Gehen heute sehr anstrengend. Zum Teil sank ich bei jedem Schritt bis kurz unter die Knie ein. An vielen Wegabschnitten wären gut gewachste Langlaufskier oder Schneeschuhe optimal gewesen.

Die Wolken schienen zum Teil bis in die Baumwipfel hinabgesunken zu sein und begünstigten das innere Zwiegespräch zwischen den Polen Ehrgeiz und Bequemlichkeit. Bequemlichkeit wählte das Argument: Wenn man Dinge freiwillig tut, sollten sie dann nicht zu jedem Zeitpunkt Spaß machen? Der Ergeiz erwiderte, dass es um das Erreichen des Ziels gehe, und dass es auf derartigen Wegen auch Unannehmlichkeiten zu überwinden gebe. Das Gefühl am Ende würde alle Strapazen wett machen und Belohnung sein.

Ehrgeiz setzte sich trotz schmerzender Fußsohlen durch – ansonsten waren dies mal drei Tage schmerzlosen Laufens. Eine Alternative hätte es letztendlich allerdings sowieso nicht gegeben. Ich lief wie gestern durch endlose Wälder, nur, dass sie heute wunderschön waren – und sogar hügelig. Ausstiegsstationen waren niemals in Sicht.

Und schließlich kam ich in das Frankfurt im Osten Deutschlands. Allerdings wurde mir bewusst, dass ich nicht den Bezug zu dieser Stadt habe wie zu Frankfurt am Main. Ist halt nicht die Heimat.

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